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Florida 2004

Vom 2. bis zum 6. April 2004 war ich in Florida. Ich musste geschäftlich nach St. Petersburg und bin bereits am Wochenende vorher hingeflogen. Hier eine Karte aller Stationen, die ich besucht habe. Selbstverständlich sind Fotos davon im Fotoalbum zu finden. Am Ende dieser Seite gibt es noch einige Hinweise und Links.


Freitag, 2. April 2004

Bereits der Flug mit Delta Airlines in der Business Class war cool. Bei dieser Aussage ist zu bedenken, dass ich (a) zum ersten Mal in die USA geflogen bin und (b) nur wusste, was "Business Class" in Europa bedeutet. Also, im Klartext: Platz zum versauen, persönlicher Screen für Videos, Spiele usw. sowie feines Essen und perfekte Betreuung. Der Flug verlief ruhig und nach knapp 9 Stunden bin ich auch schon in Atlanta angekommen. Und hier hiess es umsteigen nach Miami (nochmals knapp 2 Stunden Flugzeit).

Miami Beach - Art Deco DistrictIn Miami hat das Abenteuer dann so richtig begonnen. Beim Anflug auf den Miami International Airport hat man das wunderbare Lichtermeer der Stadt gesehen. Riesig. Und ich sollte da unten wirklich mit einem Mietauto mein Hotel in Miami Beach finden? An einem Freitag abend? Nicht vertraut mit x-spurigen Autobahnen und Verkehrsregeln wie "rechts-abbiegen-bei-rot-erlaubt"? Und schon gar nicht mit dieser lustigen Strassennummerierung wie z.B. "5 Ave N"? Juhui.

Aber - staun - ich hab mein Hotel gefunden! Ohne verfahren! Unter anderem dank der coolen Strassennummerierung. Im The Creek South Beach (2360 Collins Ave) konnte ich an der Poolbar dann nur noch schnell ein Bier trinken und bin danach todmüde ins Bett gefallen.

Noch was zum Hotel: Es liegt sehr gut im Süden von Miami Beach, DER Partyzone im südlichen Florida. In meinem Florida-Reiseführer von LonelyPlanet (übrigens sehr zu empfehlen!) war The Creek South Beach nicht zu finden. Nachträglich habe ich es aber unter seinem alten Namen gefunden: Banana Bungalow. Und die Beschreibung dazu war vielversprechend: "...Perhaps that's because of the loud music, as well as the adjecent happening bar with a really rowdy international crowd...". Zum Glück hatte ich noch die Ohrstöpsel vom Flugzeug dabei.


Samstag, 3. April 2004

Am Samstag bin ich dann um vier Uhr erwacht. Nach ein wenig rumwälzen und arbeiten war ich dann um sechs Uhr bereits wieder unterwegs, am Strand und in Miami Beach selbst. In der sonst aktivsten Gegend um Collins Ave, Washington Ave und Lincoln Rd war um diese Zeit natürlich tote Hose. Eindrücklich aber der Art Deco District mit diesen fantastischen Gebäuden in den wildesten Farben (siehe auch Bild oben).

Ist man in Florida, darf man eines nicht verpassen: die Everglades. Dieser Sumpf erstreckt sich über ein riesiges Gebiet im Süden und steht unter Naturschutz. Neben den berühmten Alligatoren leben auch Schildkröten, Fische, Panther und sonstiges Getier in den Everglades.
Von Miami aus erreicht man dieses Gebiet am besten über den Tamiami Trail (US Highway 41), eine schnurgerade Strasse an der auch zahlreiche Alligatoren-Farms auf Kundschaft lauern. Ich habe mich für den Gator Park entschieden. Für 15 USD bekommt man einen 45-minütigen Airboat-Trip (Airboats sind diese flachen Boote, die mit einem grossen Luftpropeller am Heck angetrieben werden) und eine 15-minütige "Alligator Wrestling"-Show geboten. Vom Airboat aus habe ich auch echte, wildlebende Alligatoren verschiedener Grössen gesehen, was schon noch eindrücklich ist. Beim Alligator Wrestling wurde vieles über diese Tiere erzählt und der "Dompteur" hat dann auch mit einem solchen Vieh "gekämpft" und ist auf seinen Rücken gesessen. Für 2 Dollar konnte man sich mit einem echten Junior-Alligator (Schnauze gesichert!) in den Armen fotografieren lassen (dieses Foto könnt ihr im Fotoalbum aber lange suchen...).

Nach einem Alligatoren-Schwanz-Burger bin ich weiter nach Key Largo gefahren. Key Largo gehört zu den Upper Keys, also den nördlich gelegenen Inseln ganz in Floridas Süden, die durch lange Brücken verbunden sind und mit Key West enden. Viel zu sehen gibt es in Key Largo eigentlich nicht. Von einer Strandbar aus hatte ich aber zumindest eine tolle Aussicht auf's Meer.

Am Abend bin ich dann vom Hotel aus zu Fuss ins Epizentrum von Miami Beachs Nachtleben marschiert. War schon eindrücklich. Die Dollars sind den Schickimicki-Miezen fast aus den tiefen Décolletées und den hippen Jungs aus den Türen der Ferraris, Porsches, Hummer und anderen aufgemotzten Schlitten gequollen. Nachdem Strechlimousinen nicht mehr auffallen, war der Stretch-Hummer aber doch noch cool.
Inmitten dieser Autoshow- und Laufsteg-Atmosphäre gibt es aber auch eine kleine autofreie (fast ein Wunder!) Nebenstrasse (Española Way) mit kleinen Restaurants und Marktständen. In einem Mexikanischen Restaurant habe ich dann gemütlich gegessen.


Sonntag, 4. April 2004

Am Sonntag morgen früh habe ich mich von Miami Beach verabschiedet und bin der Collins Ave (State Highway A1A) gefolgt um Fort Lauderdale zu besuchen. Fort Lauderdale ist berüchtigt für seine jungen Feriengäste, die in den Ferien am Strand und vor allem in den Beizen über die Stränge schlagen und dürfte in etwa das "Mallorca mit Ballermann" der USA sein. Und tatsächlich lag am Vormittag immer noch ein Alkoholduft in der Luft... Der Strand ist aber auf jeden Fall toll und es gibt auch eine Strandpromenade.

Mittags musste ich dann zum Flughafen von Miami zurück um nach Tampa zu fliegen. Am Montag vormittag war dann das Business-Meeting in St. Petersburg und übernachtet habe ich im Radisson Pinellas Park.

Die Tampa Bay Area mit den Städten Tampa, St. Petersburg und Clearwater liegt am Golf von Mexiko. St. Petersburgs Spezialität sind Museen und The Pier, ein Einkaufs- und Unterhaltungskomplex beim Hafen. Tampa und Clearwater habe ich nicht besucht.


Montag, 5. April 2004

Am Montag nachmittag bin ich dann nach St Pete Beach gefahren, das auf einer vorgelagerten Inselgruppe im Golf liegt. Mein Hotel, das Howard Johnson liegt wie die meisten anderen Hotels unmittelbar am Strand. Es ist ruhig, hat grosszügige Zimmer und sehr freundliches Personal.
Am Nachmittag war ich dann für einen "Schwumm" im übrigen gar nicht so warmen Golf von Mexiko. Zwischen Hotel und Strand liegt auch eine glatte Strandbar, in der ich dann bei einem Bier und Live-Musik auf den tollen Sonnenuntergang gewartet habe. Da so ein Sonnenuntergang sehr hungrig macht, habe ich in einem Steak House namens "Silas" dann auch noch ein saftiges Steak gegessen.


Dienstag, 6. April 2004

Nun, zum Dienstag gibt es leider nicht mehr viel zu erzählen. Ich bin Tampa, über Miami und Atlanta nach Hause geflogen und am Mittwoch, 7. April 2004 fast pünktlich um 9:10 in Kloten gelandet.


Zusammenfassende Tipps:

  • Reiseführer: Lonely Planet (grundsätzlich sehr zu empfehlen, Updates teilweise im Internet)
  • Reisevorbereitung/Reservierungen: Expedia (grundsätzlich sehr gut, für Hotels gut, bei Mietwagen wegen den Preisen aufpassen [zusätzliche Steuern und Versicherungen])
  • Car Rental Miami: Alamo (recht günstig, speditiv, gut -> würde ich wieder nehmen)
  • Car Rental Tampa: Thrifty (eher teuer, mühsam, Raucherauto, musste Tank wieder füllen -> nehm' ich nie mehr)
  • Hotel Miami Beach: The Creek South Beach (grundsätzlich OK, gute Lage, eher laut)
  • Hotel St. Petersburg: Radisson Pinellas Park (Nähe Airport, typisches Business-Hotel)
  • Hotel St Pete Beach: Howard Johnson (gute Lage, direkt am Strand, guter Komfort)
  • Everglades, Alligator Wrestling, Airboat: Gator Park (must-see in Florida)
  • Nachtleben in Miami: City Search, Miami Night Guide
  • Alle Fotos von meiner Reise

 


(c) 2009 by Markus Aeschimann / Letzte Änderung: Samstag, 01. August 2009, 19:52